Status: eingereicht

Der Landkreis Oberhavel hat den Entwurf des Nahverkehrsplans 2027-2031 zur öffentlichen Beteiligung gestellt. Für das Mühlenbecker Land bedeutet er einen Einschnitt: Auf der Buslinie 806 entfallen rund 16 Prozent der Fahrplankilometer.

Betroffen sind:

  • die Frühverbindung um 5.25 Uhr,
  • sämtliche Abendverbindungen ab 16.25 Uhr ab S-Hermsdorf,
  • am Wochenende faktisch das Angebot ab dem späten Vormittag,
  • die Linie 810, die an Schultagen auf Einzelfahrten zurückgeführt wird.

Dem stehen Zahlen aus dem Entwurf selbst gegenüber: 24 Fahrgäste je Fahrt an Werktagen, eine Zugehörigkeit zu den fünf Linien, die fast 60 Prozent der Nachfrage im Landkreis tragen, und 4.280 Auspendlerinnen und Auspendler nach Berlin.

Unsere Stellungnahme benennt 21 Punkte, jeweils mit Kapitel- und Seitenangabe. Vier davon sind zentral:

  1. Die Kürzung folgt dem Finanzrahmen, wird im Plan aber verkehrlich begründet.
  2. Der Verteilungsschlüssel nach § 1 ÖPNVFV bestraft das Kürzen - ein Viertel der Landesmittel bemisst sich am fahrplanmäßigen Angebot.
  3. Der Plan kürzt Zubringer zu Verknüpfungspunkten, die er selbst vorsieht.
  4. Das Ziel des § 5 Abs. 1 BbgMobG - 60 Prozent Umweltverbund bis 2030 - bleibt ohne Pfad.

Die Stellungnahme wurde fristgerecht eingereicht und dem Kreistagsausschuss für Mobilität, Ordnung und Katastrophenschutz zusätzlich direkt zugeleitet.

Worum es im Einzelnen geht und was die Kürzungen für die Ortsteile bedeuten, steht in unserem Beitrag 16 Prozent weniger Bus für das Mühlenbecker Land.

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